St. Nicolai Lüneburg
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Am 1. Mai durfte ich ein paar besondere Aufnahmen von der St. Nicolai Kirche in Lüneburg machen. Aber am Beginn meiner Entdeckungstour durch die Kirche stand ein lange gewünschtes Bild des Sternengewölbes im Hauptschiff der alten Schifferkirche im Wasserviertel von Lüneburg. Als ich mein Stativ aufbaute war es eher dem Zufall zu verdanken, dass ich dieses dynamische Bild des Gewölbes aufnahmen konnte. Ich hatte gerade die Kamera senkrecht nach oben ausgerichtet und sie unter den Mittelpunkt gestellt. Noch war der Stativkopf aber nicht parallel zu den Wänden der Kirche gedreht und so zeigte sich die aufregende Diagonale in meinem Sucher.

Es ist beeindruckend, diese aus Backsteinen im Basilika-Stil erbaute Kirche zu betreten. Sofort fällt einem das hohe (28,5m) aber auch schmale Mittelschiff auf. Es soll mit seinem achtzackigem Sternengewölbe einmalig in Norddeutschland sein. Um die Details besser sehen zu können, habe ich es noch mal mit einem anderen Objektiv aufgenommen.

Sternengewölbe von St. Nikolai (0032)
Sternengewölbe von St. Nicolai (0032)

 

Daneben sind die Seitenschiffe deutlich niedriger, aber ebenso mit einer hellen Gewölbedecke versehen. Für mich als Fotografen nur schwer ins richtige Licht zu setzen, weil die Decken dort nicht so viel Licht erhalten…
Man kann aber deutlich erkennen, auf welcher Seite ich die Aufnahmen gemacht habe. Über die Fenster auf der Südseite kam deutlich wärmeres, z.T. auch buntes Licht in die Kirche.

Zu meinem Glück war die Organistin gerade an der Orgel und so hatte ich kurz Gelegenheit, von der Orgelempore aus ein Foto in das Mittelschiff hinein zu machen. Das war gar nicht so einfach, weil dort ein Geländer bis auf 1,70 Höhe geht. Diese Aufnahme zeigt auf andere Weise die Dimensionen der Kirche, mit ihrem schmalen und zugleich hohen Mittelschiff.

Blick in das Mittelschiff (0055)
Blick in das Mittelschiff (0055)

 

Man kann auf diesem Bild schon recht gut die obere Galerie erkennen, die aber keinen öffentlichen Zugang hat, weil sie ohne Geländer und zudem recht schmal ist. Heute sind dort die Lampen für die winterliche Beleuchtung des Gewölbes aufgestellt. Zu meinem Erstaunen sind aber über dem Altarraum auch Kerzenhalter angebracht, die z.B. zu weihnachtlichen Gottesdiensten entzündet werden. Die Aussicht von dort in das Kirchenschiff hinein war schon beeindruckend. Mich erinnerte das ein wenig an Levadawanderungen auf Madeira. Da aber leider auf der Orgelempore noch recht viel Kartons standen, ist das Bild in Richtung Orgel nicht so schön, dass ich es hier zeigen wollte.

Aber für mich fast noch interessanter war der Anblick der Dachkonstruktion über den Seitenschiffen.

Man kann hier deutlich die Stabilisierung der Kirche erkennen, die mit starken Stahlträgern realisiert wurde. Aber auch die Öffnung für einen Materialaufzug im mittleren Gewölbe ist hier gut zu erkennen. Zum Teil sieht man noch die Maueröffnungen für die Gerüste aus der Bauzeit der Kirche.

Als ich wieder im Altarraum angekommen war, schien die Sonne so schön hinein. Ich habe einfach noch ein paar Eindrücke aus dem inneren der Kirche mitgenommen. Sie zeigen so schön die Schlichtheit der St. Nicolai Kirche in ihrer Backsteinarchitektur.

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