Takelarbeiten für die PEKING — Trensen, Schmarten, Marlen & Kleedern
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Seit klar ist, dass die 4-Mast Bark PEKING als Museumsschiff nach Hamburg kommt, ist die Öffentlichkeitsarbeit der Freunde der Viermastbark PEKING groß. Seit Anfang 2018 wird die Takelage mit alten Handwerkstechniken wieder instand gesetzt oder ganz neu erstellt. Da das Hafenmuseum in den 50er Schuppen erst Anfang April wieder öffnet, hat man die Gelegenheit genutzt, um dort im März zwei öffentliche Termine zu veranstalten, um den Taklern bei der Arbeit zu sehen zu können. Eine deutsch/dänische Mannschaft aus 14 zumeist jungen Leuten muss dabei 4,8 km stehendes Gut der PEKING komplett wieder herstellen.

Die Rillen in den Stahlseile werden zu Beginn mit Tauwerk ausgefüllt. Dieser Arbeitsgang wird Trensen genannt.

Über die Trensung erfolgt die Schmartung, eine Wicklung aus Segeltuchleinwand.

Danach folgt eigentlich das Marlen. Hier hat man es wohl nicht so eng gesehen, nur an wenigen Stellen wurde das Segeltuch mit dünnen Bändseln fixiert.

Im Anschluss an das Smarten erfolgt eine dicke Schicht aus Labsal, einer Mischung aus Wurzelteer und Leinöl. Das Labsal muss später beim Kleedern aus dem Tauwerk herausquellen, nur so ist sichergestellt, dass das Tauwerk gut vom Labsal durchtränkt ist.

Der letzte Arbeitsgang ist das Kleedern, das Einkleiden des Tauwerks. Hier wird mit der Kleedkeule gearbeitet, das es recht einfach macht, das Tauwerk eng anliegend um den Stahlkern zu wickeln. Nur wenn es dabei blutet, d.h. das Labsal austritt, ist es ausreichend eng gewickelt.

Peking Takelarbeiten - Kleedern (0227)
Peking Takelarbeiten — Kleedern mit der Kleedkeule (0227)

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