Stockfisch!
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Endlich Stockfisch vor der Linse! Ende Januar fing die Saison der Stockfisch-Fischerei gerade erst an und ich konnte von Glück reden, dass an den Gestellen rund um den Sportplatz in Hennigsvær die ersten Gestelle mit frischen Kabeljau behängt waren. Trotz des intensiven Fischgeruchs konnte ich es nicht lassen, mich unter die Gestelle zu legen und gute Kompositionen von den Gestellen mit tausenden von Fischlaibern zu versuchen.

 

Die Balken über die paarweise zusammengebunden die Fische hingen bogen sich unter der Last. Noch war der Kabeljau frisch, wohl erst ein paar Tage zuvor gefangen und damit noch nicht ausgetrocknet und leicht, wie er später als Stockfisch sein würde.

 

Hennigsvær — gebogene Balken unter tonnenweise frischem Kabeljau (3433)

 

Aus der Nähe konnte man den frischen Fisch sehr gut erkennen. Nur die Köpfe sind abgetrennt und die Laibe ausgenommen. Die Köpfe trocknet man zu großen Trauben zusammengebunden. Sie werden später nach Afrika verkauft, während die größte Menge des hochwertigen Stockfisches nach Italien und z.T. auch Spanien exportiert werden wird. Ich hatte 1984 als Schüler erstmalig Stockfisch als Gericht kennengelernt. Gewässert, in Teig eingehüllt und frittiert wurde er in Rom in der Nähe zum Campo de’ Fiori als einfaches aber gutes  und günstiges Mittagsgericht verkauft. Damals wurde er in der heute noch existierenden Trattoria Dar Filettaro a Santa Barbara angeboten — dort Filetti Baccala (frittierter Stockfisch) genannt.

 

Hennigsvær - frische Kabeljaus im Detail (3444)
Hennigsvær — frische Kabeljaus im Detail (3444)

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