Im Tal des Skógar (1885)
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Es war mal wieder einer dieser grauen, Regenwolken-verhangenen Tage auf Island, gleichzeitig aber die Tage des saftigen Grün! Ich war am Skógafoss angekommen und fand den Wasserfall selbst recht langweilig, obwohl er mit großer Wucht auf einer Breite von 25 Metern 60 Meter in die Tiefe donnerte. Ich hatte mir aber schon vor dem Abflug nach Island vorgenommen, oberhalb des Wasserfalles in seinem Flusstal zu wandern. Die Strecke ist Teil der Fernwanderstrecke Laugavegur von Landmannalaugar nach Skógar, die hier als lange Tageswanderung von Þórsmörk zwischen den Gletschern Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull hindurch verläuft. Aber bis zum Bergkamm wollte ich doch nicht wandern, vor allem weil das Wetter mit dem dauernden Nieselregen auch nicht zu einer Tageswanderung einlud.

So war ich die Stufen neben dem Wasserfall nach oben gestiegen und habe mich zu einer schönen 11 km Wanderung aufgemacht. Die Tage zuvor hatte ich mir zu eigen gemacht, so wenig wie möglich den grauen Himmel zu beachten und mehr nach unten auf die Details zu schauen. Davon bot das Flusstal eine Menge. Viele Wasserfälle sind oberhalb des Skógafoss zu entdecken, Talwände von Moosen bedeckt, verblockte Flussabschnitte…

Fosstorfufoss (1811)
Fosstorfufoss (1811)

 

Verblocktes Tal des Skógar (1831)
Verblocktes Tal des Skógar (1831)

 

Manchmal war der Fluss kaum zu sehen, der Wanderweg verläuft meist etwas abseits der Talkante und so musste ich auf gelegentliche Einschnitte warten, um einen Blick in das Tal zu erhalten.

Im Tal des Skógar (1860)
Im Tal des Skógar (1860)

 

Ruhige Flussabschnitte gab es aber wohl kaum. Tief unten im Tal, z.T. zwischen steilen Felswänden war der Fluss am Toben, um die Ecke wohl wieder ein kleiner Wasserfall.

Wilder Skógar (1864)
Wilder Skógar (1864)

 

Kurz bevor ich mich auf den Rückweg machte, weil oberhalb der Wanderweg nur noch im Nebel lag und mir der Nieselregen auch anfing unter die Wäsche zu laufen, kam ich am s.g. Powerfalls an. Er ist noch deutlich höher als hier abgebildet, aber weiter nach vorne sollte und wollte ich auch nicht gehen. Ich finde es schon so beeindruckend genug, wie er oben durch eine halb so breite Stelle sich durch die Felsen zwängt, um dann auf breiter Front nach unten zu fallen.

Powerfalls (1873)
Powerfalls (1873)

 

Für mich war dieser Wasserfall ein würdiger Umkehrpunkt und ich begann die gleich Strecke zurück zu wandern. Trotz der Wetterlage war es eine schöne Wanderung, die man bei besserem Wetter gut noch deutlich weiter machen könnte.

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