Museum für Industriekultur Osnabrück
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Das Museum für Industriekultur in Osnabrück befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche bzw. deren Schachtgebäude. Im August war ich vor einem Kundenbesuch so rechtzeitig in Osnabrücker dass ich einen Abstecher hierher machen konnte.

Das Haseschachtgebäude aus dem Jahr 1873 ist eng mit der Industriealisierung der Stadt Osnabrück verzahnt. Hier in der ehemaligen Zeche am Piesberg wurde in der Zeit zwischen 1875 und 1898 Steinkohle gefördert, eine sehr kurze Betriebsdauer, die mit dem starken Wasserzufluss in die Grube zu tun hatte. Das Gebäude wurde in den Folgejahren nach der Grubenschließung noch zu einem Schlafhaus für Grubenarbeiter umgebaut, verfiel aber nach den 1960er Jahren ohne weitere Nutzung. Erst ab 1985 wurde das Gebäude zunächst gesichtert und dann Anfang der 90er Jahre zum heutigen Museum für Industriekultur um.

Zu Zeiten des Steinkohlebergbaus in Osnabrück diente das Hasenschachtgebäude zur Unterbringung der Maschinenanlagen für den Betrieb des Bergbaus. Heute ist darin eine Dauerausstellung über die Industriegeschichte sowie viele Exponate von den Maschinenanlagen der Zeche zu sehen. Auch ein Zugang in den ehemaligen Stollen ist hier möglich.

Das Magazingebäude des früheren Bergwerks wurde erst nach Schließung der Zeche am Piesberg und Übernahme des Bergwerks durch den Georgs-Marien-Bergwerks- und Hütten-Verein Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Hier konnten die Bergleute sich umziehen und nach der Schicht waschen. Heute werden nach dem Umbau im Jahr 1998 hier Wechselausstellungen gezeigt, die mit der Industriegeschichte  zu tun haben.

Neben dem Magazin der Zeche liegt auf dem gleichen Gelände der ehemalige Pferdestall. Heute enthält er eine Dauerausstellung zur »Industriealisierung des Handwerks«.

 

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